
Am Anfang waren es vor allem der Münchener Kunsthändler Carl Weymar und der Cellist Ludwig Hoelscher, unterstützt von dem Dirigenten Ferdinand Leitner, die gemeinsam mit Künstlerfreunden das Programm auf die Beine stellten. Schnell kamen prominente Gäste wie die Geiger Wolfgang Schneiderhan und Yehudi Menuhin, der Pianist Wilhelm Kempff, der Flötist Aurèle Nicolet, die Sänger Peter Pears und Dietrich Fischer-Dieskau hinzu, immer unterstützt von der Solistengemeinschaft der Bachwoche, die als Orchester das Rückgrat der Festwoche bildete. 1955 übernahm der Cembalist und Dirigent Karl Richter die künstlerische Leitung; inzwischen war aus der jährlichen Abfolge ein zweijähriger Turnus geworden.
1964 legte Karl Richter sein Amt nieder und stürzte die Bachwoche damit in eine schwere Krise. Rudolf Hetzer, Mitglied im „Verein der Freunde der Bachwoche“, der sich schon 1948 gegründet hatte und bis heute die wichtigste Stütze der Bachwoche darstellt, wurde neuer künstlerischer Leiter; die Stadt Ansbach übernahm die Trägerschaft der Bachwoche. Nach einem erfolgreichen „Probelauf“ 1966 entwickelte sich die Bachwoche unter Hetzers inspirierender Leitung ab 1967 mit neuer Dynamik. Vermehrt kamen internationale Künstler und Ensembles wie Nathan Milstein, Mstislaw Rostropowitsch und Sir Neville Marriner, The English Consort und die London Baroque Soloists, womit auch die Vorstellungen der historischen Aufführungspraxis in Ansbach Einzug hielten.
Nachdem Hetzer 1979 aus Gesundheitsgründen sein Amt aufgeben musste, folgte ihm Hans Georg Schäfer, ein studierter Pianist und Komponist, der die Bachwoche fast 20 Jahre leitete. Er bezog auch die Bach-Söhne mit ein und und erweiterte das Spektrum der Komponisten über Bach hinaus von Monteverdi, Purcell und Schütz bis zu Hindemith, Lutoslawski und Arvo Pärt. Zusätzlich zum zweijährigen Rhythmus wurde im Jahr 2000, zum 250. Todestag Bachs, eine weitere Bachwoche gefeiert, die wiederum allein dem Werk des Jubilars gewidmet war. Von 2001 bis 2005 übernahm Dr. Lotte Thaler die künstlerische Leitung. Sie setzte neue Akzente, indem sie thematische Schwerpunkte setzte („Bach und Strawinsky“), der Musik des 20. Jahrhunderts stärkeres Gewicht einräumte und die Bachwoche um neue Elemente wie die Bach-Sprechstunden, Kinder- und Jazzkonzert bereicherte.
Seit April 2006 leitet nun Dr. Andreas Bomba die Bachwoche.
