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Heinrich Ignaz Franz wer???

Isabelle Faust und Kristian Bezuidenhout bringen unbekannte Bach-Kollegen auf die Bühne.

Ein erlesenes Quartett ist da zu erleben, beim Konzert "Sonaten 1" (1. Aug. 2019): Und ein erlesenes, weil außergewöhnliches Programm. Isabelle Faust (Violine), Kristian Bezuidenhout (Cembalo), Kristin von der Goltz (Violoncello) und Elizabeth Kenny (Laute) präsentieren neben Bach-Sonaten Werke seiner heute fast gänzlich unbekannten Komponistenkollegen Westhoff und Biber. 

Johann Paul von Westhoff, bis vor wenigen Jahren völlig unbekannt, gilt mittlerweile als derjenige, der Bach zur Komposition von Stücken für Violine solo inspiriert haben könnte. Er spielte seit 1674 Geige in der Dresdner Hofkapelle und unterrichtete die sächsischen Prinzen in diversen Fremdsprachen. 1699 wechselte er als Sekretär, Mus­ker und Lehrer an den Hof nach Weimar. Hier muss ihn der junge Johann Sebastian Bach kennengelernt haben, als er zwischen November 1702 und August 1703 als Kammermusikus und „Laquai“ auf der Gehaltsliste der Fürsten stand.

Heinrich Ignaz Franz Biber ist so etwas wie das katholische Gegenstück zu Westhoff. Der gebürtige Böhme gehört ebenfalls zu den führenden Geigern seiner Zeit. Der berühmte Geigenbauer Jacobus Stainer pries ihn als „der vortreffliche Virtuos Herr Biber“. Von 1670 bis zu seinem Tod spielte Biber in der erzbischöflichen Hofkapelle zu Salzburg; ab 1684 stand er ihr als Kapellmeister vor – einhundert Jahr vor Vater und Sohn Mozart also. Zu seinen berühmtesten Kompositionen zählt die prachtvolle, 52-stimmige »Missa Salisburgensis «, zu seinen introvertiertesten der 16-teilige Zyklus sogenannter »Mysterien- Sonaten«. Für besondere Effekte schreibt Biber das Spiel auf anders als gewöhnlich gestimmten Saiten („Scordatura“) vor. Die einzelnen Sonaten beziehen sich auf Gesätze des Rosenkranzes, sind also so etwas wie geistliche Meditationsmusik. Weshalb dieses Konzert auch in der Kirche St. Gumbertus gespielt wird.

Das vollständige Konzert-Programm finden sie HIER.

 

 

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