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Prädikat: Jahrhundertenor

 

Zum 50. Todestag von Fritz Wunderlich

Am 17. September 1966, vor 50 Jahren, verstarb der große lyrische Tenor Fritz Wunderlich. Ein tragischer Treppensturz kurz vor seinem 36. Geburtstag beendete eine einzigartige Weltkarriere. In den 11 Jahren seines Bühnenwirkens war Fritz Wunderlich auch dreimal in Ansbach bei der Bachwoche zu erleben.

Dass er sich hier recht wohl gefühlt hat, zeigt ein außergewöhnliches Bilddokument aus dem Jahre 1957: Der Hobby-Angler Wunderlich mit erfolgreichem Fischfang auf der Altmühlbrücke im kleinen Örtchen Neunstetten, unweit Ansbachs. 

Dieses beschauliche Freizeitfoto ist umso erstaunlicher, wenn man sich ansieht, was Wunderlich neben dem Angeln bei dieser Bachwoche 1957 leistete. Er sang sowohl in Bachs "Matthäus-Passion", in der "h-Moll-Messe" wie auch in der "Johannes-Passion" mit. Ein geradezu unglaubliches Pensum!

Ein Jahr zuvor, 1956, gab er zwei Konzerte mit Bach-Kantaten, um dann 1963 am 27. Juli (Bachs Todestag!) erneut in der "Johannes-Passion" aufzutreten. Speziell diese Aufführung dürfte den Besuchern sicherlich lange in Erinnerung geblieben sein, wenn man sich allein die großen Namen aller Mitwirkenden ansieht:

Ursula Buckel (Sopran), Hertha Töpper (Alt), Peter Pears (Evangelist), Hermann Prey (Christus), Fritz Wunderlich (Tenor, Arien), Kieht Engen (Bass, Arien). Dazu der Münchener Bach-Chor unter Leitung von Karl Richter. Ein Ausnahmekonzert!

 

Die Bachwoche Ansbach erinnert sich immer wieder gerne an diesen einzigartigen Künstler und großen Menschen.

 

Petri Heil! Fritz Wunderlich bei der Bachwoche Ansbach 1957

Petri Heil! Fritz Wunderlich bei der Bachwoche Ansbach 1957 (Anklicken zum Vergrößern)

Ebenfalls 1957, in Berufskleidung.

Ebenfalls 1957, in Berufskleidung.

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