"Hier weiss man noch, was Bach gebührt"

Mitglieder des Freiburger Barockorchesters beim "Kammerkonzert" in der Orangerie (30.07.2017)

11.08.2017

Mit zwei ausverkauften Aufführungen der h-Moll-Messe ging die Bachwoche Ansbach 2017 zu Ende. Unter seinem Leiter Martin Lehmann sang der Windsbacher Knabenchor, es spielte das Freiburger Barockorchester. Rund 21.000 Besucher erlebten die Jubiläums-Bachwoche - zum Vergleich: Die Stadt Ansbach zählt 40.000 Einwohner!

 

In zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen wurde an die Anfänge vor 70 Jahren erinnert, als die erste Bachwoche damals noch auf Schloss Weissenstein in Pommersfelden begangen wurde. 1948 erfolgte der Umzug nach Ansbach.

Intendant Dr. Andreas Bomba ist mit dem Besuch der Veranstaltungen sehr zufrieden: „Genau wie 1947 so strömen auch heute noch unsere Gäste zahlreich und voller Freude zur Bachwoche“.

 

Pressestimmen

Auch in der (inter)nationalen Presse wurde das Musikfest durchwegs positiv aufgenommen. „Hier weiss man noch, was Bach gebührt" titel etwa die Neue Zürcher Zeitung (Michael Stallknecht) im Gespräch mit Andreas Bomba: „ ‚im Gegensatz zu anderen Bachfesten‘ wolle man weiterhin vor allem die Werke Bachs pflegen, sagt er. So bleibt das Ziel betont schlicht, dafür in sich anspruchsvoll: alle zwei Jahre die besten Bach-Interpreten nach Ansbach zu locken.

 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt fest, dass die Bachwoche trotz ihrer 70 Jahre „nicht zum alten Eisen“ gehört, denn „sie verjüngt sich ständig.“ Was der Autor Josef Oehrlein einerseits daran festmacht, dass auch moderne Werke wie die Uraufführung von "Louhi" ihren Beifall finden. Andererseits müsse der Bachwoche um die Zukunft nicht bang sein: „Die ‚Bachwöchner‘, wie sich der harte Kern der Bachwochenbesucher selbst gern nennt, sorgen für reichlich Nachwuchs. Sie bringen ihre Kinder und Kindeskinder mit, und die werden in Ansbach in diversen Workshops schon früh in Bachs wunderbare Welt eingeführt.

 

Uwe Mitsching erkennt in den Nürnberger Nachrichten als Kern des diesjährigen Musikfestes: „Da ging es nicht nur um die aktuellen Namen oder Konzertkonzepte, sondern ganz deutlich um Kompetenz und Qualität“. Neben dem Lob an das Publikum, "wahrscheinlich eines der bestinformierten überhaupt" resümiert er schlicht wie aussagekräftig: „Man muss dabei gewesen sein.